Blogparade Erfolg „Was ist für dich Erfolg in deinem Business?“

media-news-for-parents.com teamarbeitMartina Troyer, die netzgewandte Medienspezialistin, hat zur Blogparade aufgerufen. Da mache ich sehr gerne mit! Allerdings war der Einstieg gar nicht so leicht wie gedacht. Das Thema Erfolg ist so riesig, dass mir vor lauter Möglichkeiten zuerst der richtige Zugang gefehlt hat. Aber auf einmal wusste ich, wie ich das Thema angehen wollte und dann schrieb sich dieser Artikel fast von selbst.

Ich habe in meinem Berufsleben inzwischen sehr, sehr viele Führungspersönlichkeiten kennenlernen dürfen. Vorstände, bekannte Politiker, Moderatoren, Schauspieler, Musiker. Im Laufe der Jahre wurde mir klar, dass es zwei Arten von Führung gibt.

Zwei Arten von Führung

Es gibt Manager (ich will jetzt alle vorgenannten Gruppen einmal so nennen, weil sie alle ihre Karriere und viele oder wenige Mitarbeiter und große oder kleine Projekte managen müssen), die können sehr nett sein, kümmern sich aber nur um ihren Job. Darum, dass es dem Team gut geht, dass immer wieder neue Projekte reinkommen, dass ausreichend Werbung gemacht wird, dass die Buchhaltung stimmt, kurzum, dass genug oder immer mehr Geld reinkommt. Das ist durchaus okay. Job machen, Geld verdienen, sich damit ein gutes Leben ermöglichen, fertig. Vielen Menschen genügt das.

Es gibt aber auch die anderen. Diejenigen, die ihren Job für etwas einsetzen wollen. Die ihren wirtschaftlichen Erfolg immer mit einem gesellschaftlichen Ziel oder Erfolg zusammendenken. Manager, die das gar nicht anders kennen, weil für sie ökonomischer Erfolg mit gesellschaftlichem Erfolg einhergehen muss, damit eine Gesellschaft auf Dauer bestehen kann. Solche Manager habe ich zu Beginn meiner Karriere kennengelernt und wurde stark von ihnen geprägt, um nicht zu sagen, von ihnen inspiriert.

Wieso selbstständig?

Das war der Grund für mein freiberufliches Engagement. Ich wollte nicht mehr nur in meinem bequemen Job Geld verdienen. Das reichte mir nicht mehr. Ich wollte meine Erfahrung und mein Wissen zum Wohle der Gesellschaft einsetzen.

Deshalb begann ich damit, Informationen zu sammeln, mein Wissen zu strukturieren, Wissenslücken konsequent zu füllen und mich zu rüsten, für die Welt da draußen, in die ich hinein wollte. Der 9-to-5-Job fühlte sich zu der Zeit wie ein Gefängnis an, die Welt da draußen wie ein Orkan, der an mir zerrte und mich zu sich zog.

Was ich tue

Heute habe ich es geschafft. Ich bin überglücklich, meine gesellschaftliche Aufgabe mit dem Zwang Geld verdienen zu müssen in Einklang gebracht zu haben. Als freie Medienberaterin habe ich Einblick in die riesigen digitalen Veränderungen, die derzeit in Unternehmen stattfinden und die die bisherigen Arbeitsweisen komplett umwälzen.

Als Dozentin für Medienkompetenz kann ich durch die Weitergabe dieses Wissens an bestimmten Stellen Ängste nehmen, an anderer Stelle aber auch aufrütteln und Menschen dazu animieren, sich für wichtige Kurskorrekturen einzusetzen.

Und als Bloggerin gebe ich unter media-news-for-parents.com Einblicke in die Medienerziehung eines Teenagers, die in vielen Elternhäusern stark von dem abweicht, was man den allgemeinen Medienblasen entnehmen kann.

Erfolg heißt: etwas erreichen

Erfolg definiert sich für mich insofern als das Zusammenspiel von sowohl ökonomischem als auch agitierendem Engagement. Dabei freue ich mich über jeden Kunden oder Zuhörer, der nach einem Workshop oder Vortrag zu mir kommt und mir mitteilt, dass ich ihn positiv inspiriert habe und er jetzt doch einige Sachen anders sieht als zuvor. Denn mir ist bei meiner Aufklärungsarbeit vor allem eines wichtig: errungene Erfolge viel stärker wahrzunehmen.

Erfolgstipps brauchen eine sachliche Basis

Für jede Debatte ist es natürlich notwendig, zuerst das Vorhandene sachlich zu analysieren. Ganz wichtig ist aber auch, die bereits existierenden Stärken klar herauszuarbeiten, bevor mögliche Neuerungen und Optimierungen thematisiert werden können. Speziell im Bereich der Medien sind die Strukturen, Mechanismen und Hintergründe vielen Menschen unbekannt. Deshalb gehen aktuelle Diskussionen sehr oft an den wirklichen Problemen vorbei.

Mein Erfolgstipp ist auch mein größter Wunsch

Um bestehende Mängel im System wirklich verbessern zu können, wünsche ich mir daher, dass alle Menschen in ihren beruflichen und privaten Wirkungsräumen zuerst dazu beitragen, die vermeintlich alltäglichen Dinge als besondere Erfolge stärker sichtbar zu machen. Auf dieser positiven Basis lassen sich dann viel leichter Strukturoptimierungen diskutieren.

Eine gefestigte Demokratie, eine starke Wirtschaft, eines der besten Bildungssysteme der Welt, Pressefreiheit, freie und unabhängige Wahlen, ein starkes Sozialnetz, das keinen allein lässt, und vor allem tolerante Menschen, die gerne von interkulturellen Einflüssen inspiriert werden und in der Vielfalt die Basis unseres ökonomischen und sozialen Erfolgs sehen – dies könnte der Anfang einer langen Liste von Errungenschaften der letzten 70 Jahre sein, die wir als Gesellschaft und wohlhabende Generation modernisieren und voranbringen müssen. Deutschland ist nicht perfekt, aber unsere Ausgangslage ist verdammt gut.

Auch Facebook hat viel mehr positive Seiten als negative

In diesem Zusammenhang möchte ich schon einmal auf einen meiner nächsten Blogeinträge hinweisen: „Ein Dank an den tollsten Facebook-Account der Welt“. 150 Menschen aus 18 Nationen habe ich seit 2009 dort versammelt. Jeden einzelnen kenne ich. Jeden einzelnen mag ich, sonst wäre er oder sie nicht dabei.

Insgesamt sind sie Hausfrauen und Manager, Angestellte und Unternehmer, Veganer, Vegetarier und Grillfans, Kinderlose und Eltern, Schwule/Lesben und Heteros, Raucher und Nichtraucher, Sportler und Nicht-Sportler, Christen und Muslime, Gamer und Banker, Poeten und Analysten, Liebe und Bekloppte. Was kann es schöneres geben, als eine Welt, in der jeder lebt wie er möchte und in der jeder den anderen trotzdem respektiert und Rücksicht auf ihn nimmt? DAS ist ERFOLG für mich. Und an diesem Erfolg sind wir hier in Deutschland verdammt nah dran.

 

Vielen Dank, Martina, für die Idee zu dieser spannenden Blogparade. Und mein Tipp an dich: Auch ich habe das Gefühl, dass die plumpe Werbung in den sozialen Medien zugenommen hat und große Begriffe zunehmend verheizt werden. Aber ich habe auch Vertrauen in die User. Wenn die Algorithmen zeigen, dass die User das ignorieren bis boykottieren, verschwindet das auch wieder – hoffe ich ;-).

Und ACHTUNG! Wer Lust und einen eigenen Blog hat, kann sich noch bis 30. September 2017 an dieser Blogparade beteiligen!

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